Aikido-Wörterbuch

Aikido-Wörterbuch
Aikido ist ein japanischer Kulturexport und so ist die Verwendung japanischer Begriffe für die Kampfkunst und den Übungsbetrieb, in den sie eingebettet ist, nicht weiter überraschend. Für jeden Aikidoka steht irgendwann eine Phase des Vokabellernens an, denn ab einem gewissen Punkt wird von ihr oder ihm einfach erwartet, Angriffe, Abwehren und Formen japanisch anzusagen und zu verstehen. Dieses Wörterbuch soll unseren Aikidoka (und jedem anderen, der diese Liste hilfreich findet), dabei helfen. Es sollte klar sein, dass es sich um kein Japanisch-Wörterbuch handelt, sondern um eine Bestandsaufnahme unseres Budo-Jargons.
Das Vokabular ist umfangreich, so dass eine lange Liste zu unübersichtlich wäre. Deswegen ist sie in verschiedenen Kategorien unterteilt:

  1.       Unsere Kampfkunst
  2.       Bekleidung
  3.       Rangbezeichnungen
  4.       Übungsort
  5.       Regeln, Etikette, Anweidungen
  6.       Richtungen
  7.       Anatomie
  8.       Stellungen
  9.       Schläge
  10.       Haltegriffe
  11.       Waffen
  12.       Allgemein
  13.       gebräuchliche Techniken
  14.       Übungsformen
  15.       Wir zählen
  16.       20 Jo Suburi
  17.       Aufbau der Techniken


Unsere Kampfkunst
Aikido
Weg der harmonischen Energie
Ai
Harmonie, Liebe
Ki
Kraft, Energie
Do
Weg, philosophisches Prinzip

 
 

Bekleidung
Hakama
Hosenrock
Hanoba
Jacke
Keiko Gi, Do Gi,     Gi
Anzug bei Training
Obi
Gürtel
Zori
Japanische Sandalen
Zubon
Hose
   
   

Rangbezeichnungen
Aikidoka
Person, die Aikido praktiziert
Dan
Graduierter Aikidoka
Dojo-Sho
Leiter des Dojos
Dojo-Te
Übungsleiter
Doshu
Höchster Repräsentant des Aikido (gegenwärtig Moriteru Ueshiba, der Enkel des Gründers)
Hanshi
Traditioneller Lehrergrad
Kohai
Schüler niedrigeren Ranges (vgl. Sempai)
Kyoshi
Traditioneller Lehrergrad
Kyu
Schülergrad
Mudansha
Gruppe der Kyugrade
O Sensei
Großer Lehrer, Gründer des Aikido – Morihei Ueshiba
Renshi
Traditioneller Lehrergrad
Sempai
Erfahrener, herausgehobener Schüler (vgl. Kohai)
Sensei
Lehrer
Shihan
Herausgehobener Lehrer, Meister
Soto Deshi
(äußerer) Schüler, der nicht im Haushalt des Meisters lebt
Syosinsya
Anfänger
Uchi Deshi
(innerer) Hausschüler (lebt im Haushalt des Meisters)
Yudansha
Gruppe der Danträger
   

Übungsort
Dojo
Übungsraum, Halle, Raum, Übungsfläche
Geiko
Training, Übungsablauf
Honbu Dojo
Haupt-Dojo, im engeren Sinne das Haupt-Dojo des Aikikai in Tokyo
Kamiza
Ehrenplatz (geschmückter Platz an der Hauptseite des Dojos)
Tatami
Matte, Unterlage
Yasumu
Übungsablauf

Regeln, Etikette, Anweisungen
Arigato
Danke (informell, kurz angebunden)
Dame
Schlecht
Domo
Danke (informell)
Domo Arigato
Vielen Dank (förmlich)
Domo Arigato Gozaimasita
Vielen Dank (sehr förmlich, Vergangenheitsform);     wird beim Abgrüßen gesprochen
Domo Arigato Gozaimasu
Vielen Dank (sehr förmlich)
Dozo
Bitte (wie in „Bitte, fangt an“)
Gomen Nasai
Entschuldigung. Es tut mir leid.
Hai
Ja
Hajime
Fangt an! Los!
Iie
Nein
Kamiza Ni Rei
Verbeugung zur Kamiza
Mate
Wartet!
Mawatte
Wendet!
Mokuso
Schließt die Augen zur Meditation!
Onegashimasu
Bitte fangt an! Lass uns anfangen!
Otagai Ni Rei
Verbeugung zueinander
Rei
Verbeugung, Gruß
Reishiki
Etikette, Verhaltensregeln im Dojo
Ritsu Rei
Gruß im Stehen
Sensei Ni Rei
Verbeugung zum Lehrer
Shomen Ni Rei
Verbeugung zur Hauptwand
Sumimasen
Entschuldigung (kann ich deine/ihre Aufmerksamkeit haben)
Wakarimasu
Ich verstehe
Yame
Halt! Aufhören!
Yoi
Bereit
Zarei
Gruß im Sitzen
     

Richtungen
Choku
Direkt
Chudan
Mitte
Gaeshi, Kaeshi
Umdrehend, rückkehrend
Gedan
Unten
Gyaku
Umgekehrt, entgegengesetzt
Happo
In acht Richtungen (nach vorne, hinten, links, rechts und um 45° dazu versetzt).
Hidari
Links
Jodan
Hoch
Kosa
Kreuzung (in „Kosa Dori“)
Mae
vorwärts
Migi
Rechts
Omote
Vor
Otoshi
Absinkend
Shita
Unten
Shomen
Gerade vorwärts
Soto
Außen
Uchi
Innen (kann auch „Schlag“ bedeuten)
Ue
Oben
Ura
Im Rücken, außen
Ushiro
Hinten, rückwärts
Yoko
Seitlich
   

Anatomie
Ashi
Bein, Fuss
Eri
Kragen/Revers
Hara
Bauch
Hiji
Ellbogen
Hiza
Knie
Kata
Schulter
Katate
Eine Hand
Koshi
Hüfte
Kote
Handgelenk
Kubi
Nacken
Men
Gesicht
Morote
Beide Hände
Mune, Muna
Oberkörper
Shomen
Gesicht
Shuto
Handkante
Sode
Ärmel
Tai
Körper
Te
Hand
Tegatana
Hand als Schwert
Tekubi
Handgelenk
Ude
Arm
Yokomen
Seite des Kopfes
   

Stellungen
Ai Hanmi
Gleiche Stellung               (beide Seiten haben denselben Fuß vorne)
Gyaku Hanmi
Spiegelbildliche Stellung  (beide Seiten haben entgegengesetzten Fuß vorne)
Hanmi
Grundstellung im Aikido
Hasso Kamae
Wartestellung, bei der die Waffe über der Schulter gehalten wird
Hidari Hanmi
Hanmi mit vorangestellten linken Fuss
Hineri
Verdrehen (eines Gelenks)
Hitoemi
Stand, bei dem beide Füße parallel nach vorne zeigen
Jo Kamae
Stellung, bei der der Jo vor dem vorderen Fuß senkrecht aufgestellt wird
Kamae
Stellung, Stand (wie eben Migi und Hidari Kamae)
Ken Kamae
Schwertstellung, bezeichnet bei Übungen mit dem Jo die Stellung, in der der Jo wie ein Ken gehalten wird
Migi Hanmi
Hanmi mit vorangestellten rechten Fuss
Seigan No Kamae
Grundhaltung mit Schwert, der Knauf zeigt etwas unter den eigenen Bauchnabel und die Spitze auf die Kehle des Partners
Seiza
Sitz auf beiden Unterschenkeln
Tachi
Stehend
Tsuki Kamae
Stellung, bei der der Jo seitlich am Körper zum Stoß bereit gehalten wird
   

Schläge
Atemi
Stoß / Schlag gegen vitale Punkte. Stört die Aufmerksamkeit oder die Balance des Angreifers
Chudan Tsuki
Stoß in die Mitte (Bauch)
Gedan Tsuki
Stoß nach unten
Jodan Tsuki
Stoß nach oben
Katate Uchi
Einhändiger Schlag
Men Uchi
Schlag zum Kopf
Shomen Uchi
Überkopf-Schlag zum Kopf
Tsuki
Stich oder Stoß, wird idR abkürzend für Chudan-Tsuki gebraucht
Uchi
Schlag
Yokomen Uchi
Diagonaler Schlag zum Kopf
   

Haltegriffe
Hiji Dori
Haltegriff am Ellbogen
Kata Dori
Haltegriff an Schulter/Oberarm
Katate Dori
Hand hält Handgelenk; rechte Hand greift linkes Handgelenk (oder umgekehrt) aus Gyuaku Hanmi
Kosa Dori
Hand hält Handgelenk; rechte Hand greift rechtes Handgelenk (oder umgekehrt) aus Ai Hanmi
Morote Dori
Beide Hände greifen Handgelenk/Unterarm
Muna Dori
Haltegriff am Revers
Ryokata Dori
Beide Hände fixieren Schulter/Oberarm
Ryote Dori
Beide Hände fixieren beide Handgelenke
Sode Dori
Haltegriff am Ärmel
Sode Guchi Dori
Haltegriff am Ärmelaufschlag
Ushiro Eri Dori
Haltegriff am Nacken (Kragen) von hinten
Ushiro Kakae Dori
Umklammerung von hinten
Ushiro Katete Dori Kubi Shime
Würgegriff, bei dem die freie Hand des Angreifers das Handgelenk des Angreifers festhält
Ushiro Kubi Shime
Würgegriff von hinten
Ushiro Ryokata Dori
Beide Hände fixieren beide Schultern von hinten
Ushiro Ryote Dori
Beide Hände fixieren beide Handgelenke von hinten
   

Waffen
Bo
Langstab (ca. 1,80m, wird im Aikido nicht benutzt)
Bokken
Holzschwert (Übungswaffe)
Buki
Waffe
Jo
Kurzstab (1,28m)
Katana
Japanisches langes Schwert
Ken
Schwert
Suburi
Übung mit dem Schwert
Tachi
Schwert
Tanto
Messer
Wakizashi
Kurzschwert


Allgemein
Awase
verschmelzen, zusammen bewegen
Barai, Harai
Abwehr
Bu
Kampf
Budo
Der Weg des Kampfes oder Krieges
Budoka
Jemand, der eine Kampfkunst betreibt
Bushi
Krieger, Samurai
Bushido
Ehrenkodex der Bushi
Deshi
Schüler
Go Tae
Die Technik wird gegen einen starken Griff aus einer statischen Position begonnen
Gyaku
Umgekehrt
Irimi
Eintretend
Ju
Weich
Ju Tae
Die Technik wird dynamisch begonnen, bevor der Angreifer fest fassen kann
Jutsu
Technik, Kunst (im Ggs. zu Do)
Kaiten
Drehend
Ki No Nagare
in Bewegung ausgeführt
Kiai
Kampfschrei
Kihon
Grundschule
Kokyu
Atemkraft
Kuden
Mündliche Überlieferung
Ma-Ai
Harmonische Distanz, sicherer Abstand zu einem potenziellen Angreifer
Maki
Herumwickeln
Mawashi
Drehung
Moku Roku
Eine Liste von Techniken
Mokuso
Meditation
Nage
Ausführender der Technik (Verteidiger), auch Tori
Nage
Wurf
Nobashi
Ausgestreckt
Osae
Druck, drücken, festhalten
Randori
Freier Kampf
Renzoku
Fortsetzung, Aufeinanderfolge, Fortdauer, Serie
Ryo
Beide
Ryu
Stil, Art, Richtung
Ryu Tai
Training in fließenden Bewegungen
Sankaku
Dreieck
Seiza
Förmliche Sitzposition
Shikko
Laufen auf den Knien
Suburi
Wiederholtes Üben eines Grundschlags mit den Waffen
Tai Jutsu
Waffenlose Kunst
Tai No Henko
Umkehren der Position
Tai Sabaki
Bewegung des Körpers
Tatami
Matte, eigentlich die Reisstrohmatten japanischer Dojos
Tenkai Ashi
Drehung auf der Stelle um 180°; die Füße bleiben auf der Stelle stehen
Tenkan
Drehung
Tori
Verteidiger, wird im Aikido nicht verwendet; siehe Nage
Tsugi Ashi
Ziehschritt, bei dem die Füße ohne Hanmiwechsel versetzt werden
Uchi Jo
Angreifer in der Kumi Jo (vgl. Uchi Jo)
Uchi Tachi
Angreifer in der Kumi Tachi (vgl. Uchi Tachi)
Uchite
Angreifer
Uke
Empfänger der Technik (Angreifer)
Uke Jo
Verteidiger in der Kumi Jo (vgl. Uke Jo)
Uke Tachi
Verteidiger in der Kumi Tachi (vgl. Uke Tachi)
Waza
Technik, Fertigkeit, Fähigkeit
Zanshin
Zustand der Aufmerksamkeit
Zengo
Nach vorne und hinten

Gebräuchliche Techniken
Die Techniken werden eingeteilt in „Katame Waza“ (auch als Boden- oder Haltetechniken bezeichnet) und „Nage Waza“ (Wurftechniken).
Die Bodentechniken werden durchnummeriert („1. Prinzip“, „2. Prinzip“ usw.), daneben gibt es noch traditionelle Namen, die in unserer Stilrichtung ungebräuchlich sind. In der Tabelle sind die Bodentechniken nach Nummerierung am Anfang zusammengefasst. Die traditionellen Namen sind in Klammern wiedergegeben.
Ikkyo (Ude Osae)
1. Prinzip, Kontrolle über den Ellbogen
Nikyo (Kote Mawashi)
2. Prinzip, Kontrolle über Handgelenk
Sankyo (Kote Hineri)
3. Prinzip, Kontrolle über Handgelenk und Unterarm
Yonkyo (Tekubi Osae)
4. Prinzip, Kontrolle über Unterarm und Nervenpunkt
Gokyo (Ude Nobashi)
5. Prinzip, Kontrolle über Handgelenk (innen) und Ellbogen
Rokkyo (Hiji Kime Osae)
6. Prinzip, Ellenbogenverhebelung
Aiki Otoshi
Kippwurf, bei dem die Beine des Angreifers gehoben und nach hinten geworfen werden
Irimi Nage
Eintrittswurf
Juji Nage, Juji Garami
Kreuzwurf (Kreuzen der Arme und Blockieren des Ellbogens)
Kaiten Nage
Drehwurf, Ausführungen von innen (uchi) und außen (soto)
Katagatame, Hiji Garami
Variante des Kaiten Nage, bei der Angreifer mit einem Schulterblock direkt zu Boden gebracht wird
Kokyu Nage
Atemwurf (die Bezeichnung fasst viele Techniken zusammen)
Koshi Nage
Hüftwurf
Kote Gaeshi
Handgelenk-Drehhebel
Morote Dori Kokyu Ho
Morote Dori Kokyu Nage; eine der drei Formen, die in jedem Training geübt werden sollen
Shiho Nage
Vier-Richtungen-Wurf
Tenchi Nage
Himmel-Erde-Wurf
Ude Kime Nage
Kokyu Nage (Wurf über Armaußenseite), der einen eigenen Namen hat

Übungsformen
Man unterscheidet grob Übungen, bei denen beide Partner stehen („Tachi Waza“) und bei denen Uke sitzt („Hanmi Handach Waza“) oder Uke und Nage sitzen („Suwari Waza“). Das Alles fasst man unter „Tai Jutsu“ – waffenlose Formen – zusammen. Im Gegensatz dazu hat man das „Buki Waza“ – die Übungen mit Waffen.
Atemi Waza
Techniken mit Schlägen zu vitalen Punkten
Hanmi Handachi Waza
Techniken, die ein sitzender Verteidiger gegen einen stehenden Angreifer ausführen kann
Happo Giri
Schlag in 8 Richtungen (Ken)
Happo Tsuki
Stich in 8 Richtungen (Jo)
Henka Waza
Abweichende oder Nebenform
Irimi
Direkter Eingang in eine Technik
Jo Dori
Waffenlose Verteidigung gegen Jo-Angriff
Jo Nage
Werfen eines waffenlosen Angreifers mit dem Jo
Jo Suburi
Einzelübung mit dem Stab
Ju-San No Jo Kata
13 Jo Kata
Kaeshi Waza
Kontertechniken
Kata
Vorgegebene Form
Katame Waza
Halte- oder Bodentechniken (Ikkyo - Rokkyo)
Keiko
Übung einer traditionellen japanischen Kunst
Ken Awase
Grundlegende Partnerübungen mit dem Ken, wobei die Gleichzeitigkeit der Aktionen betont wird
Ken Suburi
Einzelübung mit dem Schwert
Ken Tai Jo
Übungen, bei denen Schwertangriffe mit dem Jo abgewehrt werden
Ki Musubi No Tachi
Partnerform mit dem Schwert, bei der die Gleichzeitigkeit der Bewegungen und die Kontrolle des Angreifers das Thema ist
Kihon Waza
Grundschule
Kumi Jo
Partnerübung mit Stab
Kumi Tachi
Partnerübung mit Schwert
Mae Ukemi
Fallen in die Vorwärtsrolle
Nage Waza
Wurftechniken
Randori
Freie Verteidigung gegen beliebige Angriffe
San-Ju-Ichi No Jo Jo Kata
31 Jo Kata
Shiho Giri
Schlag in 4 Richtungen (Ken)
Shiho Tsuki
Stoß in 4 Richtungen (Jo)
Suwari Waza
Techniken eines sitzenden Verteidigers gegen einen sitzenden Angreifer
Tachi Dori
Waffenlose Abwehr gegen Schwertangriffe
Tachi Waza
Techniken aus dem Stand
Tai Jutsu
Waffenlose Übungen
Taiso
Gymnastik, Aufwärmtraining. „Aiki Taiso“ ist Aufwärmen mit Aikido-Techniken
Tanken Dori, Tanto Dori
Waffenlose Verteidigung gegen Messerangriffe
Tenkan
Ausweichender, kreisförmiger Eingang in eine Technik
Ukemi
Fallschule, wörtlich „mit dem Körper empfangen“. Im weiteren Sinn das richtige Verhalten als Angreifer
Ushiro Ukemi
Fallen in die Rückwärtsrolle
Ushiro Waza
Techniken gegen Angriffe von hinten
Yoko Ukemi
Fallen in die seitliche Rolle
Zen Go Tsuki
Stich in zwei Richtungen (Jo)


Wir zählen

1
Ichi
40
Yon-Ju
2
Ni
50
Go-Ju
3
San
60
Roku-Ju
4
Shi, Yon
70
Nana-Ju
5
Go
80
Hachi-Ju
6
Roku
90
Ku-Ju (Kyu Ju)
7
Shi'chi
100
Hyuaku
8
Hachi
   
9
Ku (oder Kyu)
   
10
Ju
   
11
Ju-Ichi
   
12
Ju-Ni
   
   
19
Ju-Ku (Ju-Kyu)
   
20
Ni-Ju
   
21
Ni-Ju-Ichi
   
22
Ni-Ju-Ni
   
   
29
Ni-Ju-Ku (Ni-Ju-Kyu)
   
30
San-Ju
   
31
San-Ju-Ichi
   
   
       

20 Jo Suburi
Es sind unterschiedliche Namen für die Technikgruppen und die Techniken in Gebrauch. Varianten sind in Klammern angegeben.

Tsuki No Bu
   
1
Choku Tsuki
   
2
Kaeshi Tsuki
   
3
Ushiro Tsuki
   
4
Tsuki Gedan Gaeshi
   
5
Tsuki Jodan Gaeshi
   
Shomen No Bu (Uchi Komi No Bu)
   
6
Shomen Uchi Komi
   
7
Renzoku Uchi Komi
   
8
Shomen Uchi Gedan Gaeshi (Men Uchi Gedan Gaeshi)
   
9
Shomen Uchi Ushiro Tsuki (Men Uchi Ushiro Tsuki)
   
10
Gyaku Yokomen Ushiro Tsuki
   
Katate No Bu (Katate Uchi No Bu)
   
11
Katate Gedan Gaeshi Uchi
   
12
Katate Toma Uchi
   
13
Katate Hachi No Ji Gaeshi
   
Hasso Gaeshi No Bu (Hasso No Bu)
   
14
Hasso Gaeshi Uchi
   
15
Hasso Gaeshi Tsuki
   
16
Hasso Gaeshi Ushiro Tsuki
   
17
Hasso Gaeshi Ushiro Uchi
   
18
Hasso Gaeshi Ushiro Barai
   
Nagare Gaeshi No Bu (Nagare No Bu)
   
19
Hidari Nagare Gaeshi Uchi
   
20
Migi Nagare Gaeshi Tsuki
   
Aufbau der Techniknamen
Techniknamen im Aikido sind nach einem einfachen, festen Schema aufgebaut. Die Grundidee ist leicht zu verstehen: Ein Technikname beschreibt Angriff und Abwehr, und zwar in genau dieser Reihenfolge, wie in „Katate Dori Shiho Nage“ oder „Shomen Uchi Kokyu Nage“. Einige – längst nicht alle – Techniken werden in einer Omote- und eine Ura-Form ausgeführt. Damit ist die Art des Eintritts in die Technik bezeichnet, was auf unterschiedliche Arten der Bewegung und der Kontrolle hinausläuft. Bei Techniken, die in beiden Eintrittsformen trainiert werden, ist ein nachgestelltes „Ura“ bzw. „Omote“ Teil des Techniknamens. Die Bodentechniken und der Shiho Nage sind Beispiele, also sprechen wir vom „Katate Dori Shiho Nage Omote“ oder „Katate Dori Shiho Nage Ura“. Bodentechniken wird ein „Dai“ vorangestellt, wie in „Yokomen Uchi Dai Nikyo Ura“. Eine vereinfachte Formel für Techniknamen sieht aus wie folgt:
Technikname   = Angriff    +       Abwehr      +       Eintritt
Mögliche Angriffe stehen in der Liste der Schläge und Haltegriffe oben und Abwehrtechniken stehen in der Liste der gebräuchlichen Techniken.
Angriffe von hinten oder Übungen, bei denen einer oder beide Partner sitzen, werden durch ein vorangestelltes „Ushiro“ bzw. „Hanmi Handachi“ / „Suwari Waza“ beschrieben. Genauso wird die Position der Partner zueinander – „Ai“ bzw. „Gyaku Hanmi“ – angegeben, wenn sie eine Rolle spielen sollte.
Offensichtlich sind die Bezeichnungen der Angriffe selbst nach einem einfachen Schema aufgebaut. „Ryo“ steht für Haltegriffe mit beiden Händen, beispielsweise sagen wir „Ryote Dori“, wenn beide Hände beide Handgelenke oder “Rykata Dori“, wenn beide Hände beide Schultern greifen. Etwas verallgemeinert nennen wir zuerst das Ziel (Schulter, Kopf, Handgelenk“) und dann die Angriffsart (Schlag, Stoß oder Griff). Die Frage ist, ob sich die Techniknamen nicht leichter als Einheit einprägen lassen, weil es kaum Kombinationsmöglichkeiten gibt: „Dori“ steht hinter „Katate“, „Ryote“ oder “Morote“ und „Uchi“ hinter „Shomen“ bzw. „Yokomen“. „Tsuki“ wird meist nicht weiter präzisiert, wie in „Tsuki Kote Gaeshi“, manchmal hört man „Mune Tsuki“ für einen geraden Stoß.


vollständige Formel für Techniknamen:
Technikname = Stellung/Richtung + (Ziel + Angriff) + Technik + Eintritt

Gebräuchliche Beispiele findet ihr in dieser Tabelle:
Stellung / Richtung
Ziel
Angriff
Technik
Eintritt
Ai Hanmi
Katate
Dori, Tori
Dai Ikkyo – Rokkyo
Omote
Gyaku Hanmi
Ryote
 
Irimi Nage
Ura
Suwari Waza
Morote
 
Juji Nage
 
Hanmi Handach Waza
Kosa
 
Kaiten Nage
 
Ushiro
Sode
 
Kokyu Nage
 
 
Eri
 
Koshi Nage
 
 
Muna
 
Kote Gaeshi
 
 
Yokomen
Uchi
Shiho Nage
 
 
Shomen
 
Tenchi Nage
 
 
Kubi
Shime
   
 
Mune
Tsuki
   
 
Jodan
     
         

Die erste und letzte Spalte fallen oft weg. „Katate“ impliziert „Gyaku Hanmi“ und „Kosa“ impliziert „Ai Hanmi“, so dass der Stand nicht extra erwähnt wird. Nicht jede Technik wird in einer Omote- oder Ura-Ausführung praktiziert.
Die Bodentechniken (Katame Waza, Ikkyo – Yonkyo) und Shiho Nage werden mit beiden Eintritten geübt und hier ist die letzte Spalte Pflicht.
Den Namen der Bodentechniken wird ein „Dai“ vorangestellt.
Die Spalten „Ziel“ und „Angriff“ sind praktisch nicht unabhängig lesbar. „Dori“ geht nicht mit „Yokomen“ und „Shomen“, die ihrerseits nur beim „Uchi“ Verwendung finden. „Kubi“ kommt nur in „Ushiro Kubi Shime“ und „Ushiro Katate Dori Kubi Shime“ vor. Letztere Kombination beschreibt einen Doppelangriff und ist das einzige Beispiel, in dem das Schema durchbrochen wird.

 

Randori - AiKiDō
Kampf Kunst - Schule
Persönlichkeits - Schule
Landsknechtsweg 11

36341 Lauterbach

 

AiKiDō Trainingszeiten:
Schüler von 9 - 14 Jahre
 
Senpai  Max
Dienstag    &   Donnerstag
von  17:10    –   18:10 Uhr

 

 

Ansprechpartner:
 
Henry  F.A.    Helbig
+49 178 777 5 888

aikido  @ mail . de

 

AiKiDō Trainingszeiten:
Schüler  ab  14 Jahre  
 
Sensei  Henry
Dienstag    &   Donnerstag
von  18:30    –   20:00 Uhr
Samstags 
von  11:00    –   12:30 Uhr
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